NEST · Agentur für Leerstandsmanagement

Leerstandsmanagement. Was in der Leere alles steckt.

NEST aktiviert leere Gebäude, Hallen und Areale, für Eigentümer:innen, Gemeinden und Entwickler:innen. Seit 2015, vom Straßenlokal bis zum Stadtteil.

Warum Orte leer stehen

Leerstand entsteht, wenn Nutzung, Mittel oder Vision fehlen. Orte stehen nicht leer, weil sie wertlos sind, sondern weil Entscheidungsgrundlagen fehlen.

Eigentümer:innenwissen nicht, was möglich ist.

Nutzer:innenwissen nicht, dass etwas möglich ist.

Verwaltungsieht zu viel Risiko und zu wenig Evidenz.

Das gilt für das Erdgeschosslokal genauso wie für ein Industrieareal. NEST bringt diese Seiten zusammen und liefert, was für eine Entscheidung fehlt: einen geöffneten Ort, Daten und ein Modell, das sich trägt.

Für wen wir arbeiten

Eigentümer:innen

Sie besitzen ein Lokal, ein Haus oder eine Halle, die leer steht oder bald leer steht. Wir prüfen Zustand und Potenzial, finden passende Nutzer:innen und begleiten die erste Öffnung, bis Sie auf Grundlage echter Erfahrung entscheiden können.

  • Markt 8, Wien
  • Villa Müller, Feldkirch2018 bis 2023
Als Eigentümer:in anfragen

Gemeinden und Verwaltung

Ortskern, Innenstadt oder Quartier: Wir erfassen den Leerstand, entwickeln eine Strategie und setzen erste Nutzungen um.

  • Bregenz: Strategie und Handbuch zur Leerstandsaktivierung2019 bis 2020
  • Schönsee: Reaktivierung des Stadtkerns2019
  • Kempten: Digitales Stadtlabor2022 bis 2023
Als Gemeinde anfragen

Entwickler:innen und Bauträger

Zwischen Kauf, Planung und Baubeginn liegen oft Jahre. Wir öffnen den Ort in dieser Zeit, testen Nutzungen und sammeln Daten, die in Ihre Planung einfließen.

  • Funkhaus Wien2025
  • Spinnerei Feldkirchseit 2025
Als Entwickler:in anfragen

Vier Schritte vom leeren Raum zum tragfähigen Ort

Es ist immer ein Prozess. Wir gehen ihn in vier Schritten und erfassen dabei laufend Daten.

  1. Öffnen

    Eine niederschwellige Erstöffnung des Ortes. Minimale Investition, maximale Lernkurve.

  2. Erkennen

    Wir beobachten, was am Ort tatsächlich geschieht, und erfassen es quantitativ und qualitativ. Echte Nutzung statt theoretischer Annahmen.

  3. Präzisieren

    Aus den Daten entstehen Nutzungsszenarien, Wirtschaftlichkeitsmodelle und eine Einschätzung der sozialen Wirkung, verglichen mit Werten aus anderen Projekten.

  4. Verstetigen

    Wir sind fertig, wenn drei Fundamente stehen: eine aktive Gemeinschaft, die den Ort trägt, eine flexible, robuste Struktur, die Nutzung ermöglicht, und ein wirtschaftliches Modell, das den Ort langfristig erhält.

Vier Werkzeuge für Entscheidungen im Bestand

BADatengestützte Bestandsanalyse
Räumlich, technisch, sozial, wirtschaftlich und rechtlich, vor der Nutzung und währenddessen. Ergebnis ist Evidenz statt Willkür.
PNPioniernutzung
Ein Ort wird zum ersten Mal wieder genutzt, mit wenig Aufwand und echten Nutzer:innen. So werden Risiken kleiner und Potenziale sichtbar.
NKNutzungskonzept und Wirtschaftlichkeit
Nutzungsszenarien, Wirtschaftlichkeitsmodelle und eine Folgenabschätzung für das Umfeld, laufend ausgewertet und mit Benchmarks aus unseren Projekten verglichen. Daraus lassen sich Prognosen ableiten, architektonisch, städtebaulich, sozial und wirtschaftlich.
DZDigitaler Zwilling
Ein 3D-Scan mit Matterport, ein BIM-Massenmodell und ein Facility- und Betriebskostenmodell. Das ist die Grundlage für Kostenoptimierung und für Eigentümerentscheidungen, die sich belegen lassen.
oder direkt bei Matterport öffnen

Der 3D-Scan wird von Matterport geladen. Erst mit Ihrem Klick verbindet sich Ihr Browser mit matterport.com.

Vom Straßenlokal bis zum Stadtteil

Die Blockaden sind in jedem Maßstab dieselben. Deshalb arbeiten wir mit derselben Methode, ob es um 250 Quadratmeter oder um 500 Hektar geht.

  1. SZwischennutzung von StraßenlokalenMarkt 8, Wien 1090: Souterrainlokal als Bürogemeinschaft mit Co-Working, rund 245 m².
  2. MBespielung ganzer GebäudeVilla Müller, Feldkirch: Coworking, Seminare, Veranstaltungen und Residenz.
  3. LEntwicklung von QuartierenCREAU, Wien-Krieau: Pioniernutzung auf rund einem Hektar.
  4. XLKonzepte für die StadtentwicklungOberes Hausfeld, Wien 1220: Programm für die Sockelzone eines neuen Stadtteils.
  5. XXLPotenzialanalyse von StadtteilenUmfeld Hauptbahnhof Wien: Studie über mehr als 500 Hektar.

Ausgewählte Projekte

Spinnerei Feldkirch-Gisingen

Denkmalgeschütztes Textilindustrieareal der F.M. Hämmerle Holding AG. Seit Dezember 2025 betreut NEST eine Pionierphase auf rund 1.000 m² in Halle 1 und im ehemaligen Verwaltungstrakt. NEST ist Schnittstelle zwischen Stadt, Eigentümer und Nutzer:innen und baut ein Netzwerk früher Interessent:innen auf. Dazu leitet NEST das Forschungsprojekt „Spinnerei Gisingen: Integrale Projektentwicklung für nachhaltige Baukultur“ mit der TU Wien und stadtland.

Ort
Feldkirch-Gisingen, Vorarlberg
Areal
70.610 m², denkmalgeschützt
Eigentümerin
F.M. Hämmerle Holding AG
Pionierphase
rund 1.000 m², seit Dezember 2025
Forschung
TU Wien, stadtland
Förderung
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Förder-Call Baukultur
Leitung
NEST
  1. 2025

    Funkhaus Wien

    Wien 1040, Argentinierstraße

    Ehemaliges ORF-Funkhaus, ein Industriedenkmal der 1930er Jahre. NEST beriet die Phase 0 und die Pionierphase, von März bis Dezember 2025. Die Phase 0 klärt, welche Nutzungen und Schritte sinnvoll sind, bevor gebaut wird.

    Beratung
  2. 2015 bis 2018

    CREAU

    Wien-Krieau

    Ehemalige Stallgebäude auf rund einem Hektar im Prater-Umfeld. NEST konzipierte und betreute die Pioniernutzung mit Schwerpunkt Handwerk, Kultur und Catering. Viele Nutzer:innen schlossen sich zur Genossenschaft USUS e.G. zusammen.

    Pioniernutzung
  3. 2018 bis 2023

    Villa Müller

    Feldkirch

    Ein Einfamilienhaus am Ardetzenberg als Coworking, Seminarort, Veranstaltungsort und Residenz. NEST konzipierte und betreute die Pioniernutzung.

    Pioniernutzung
  4. 2016 bis 2017

    Oberes Hausfeld

    Wien 1220

    Konzept für die Programmierung und Organisation der Sockelzone eines neuen Stadtentwicklungsgebiets, gemeinsam mit superwien architektur und dem Designstudio WHY. Ergebnis waren Kriterien für einen Nutzungsmix und ein Netzwerk früher Interessent:innen.

    Konzept
Alle Projekte ansehen

Konzepte und Studien

  • Neu Marx, Wien2015
  • Hauptbahnhof, Wien2016
  • Oberes Hausfeld, Wien2016 bis 2017
  • Nordwestbahnhof, Wien2017
  • Remise Wolfganggasse, Wien2017
  • Sargfabrik Atzgersdorf, Wien2018
  • Freiham, München2018 bis 2019
  • Gasthaus Engel, Weiler2019
  • Aspanggründe, Wien2019
  • Alte Schule, Schönsee2019
  • Gösserhaus, Trofaiach2019
  • Bregenz2019 bis 2020
  • Stephanushaus, Wien2020
  • Smart City Pop-up, Kempten2022 bis 2023

Pioniernutzungen

  • CREAU, Wien2015 bis 2018
  • ZUGVOGEL, Wien2016 bis 2018
  • Villa Müller, Feldkirch2018 bis 2023

Bestandsaufnahme

  • Straubing (D)als Partner von Alex Pop

Zwischennutzungen

  • T.R.U.S.T.111, Wien2012 bis 2013
  • SALONFÄHIG, Wien2014
  • POPUPSTUDIOS, Wien2014 bis 2019
  • LIECHT130A, Wien2015
  • BANKÜBERFALL, Wien2015
  • WALD-WOHN-WERKRAUM, Andelsbuch2015
  • BIRDHOUSE, Wien2016
  • GRUND62, Wien2016
  • NEULERCH8, Wien2016 bis 2018

Phase Null: Wissen, bevor gebaut wird

Phase Null: noch nichts eingezeichnet

Die Phase Null klärt, was ein Ort braucht und verträgt, bevor eine Planung beginnt: Bedarf, Standort, Zustand, Nutzungspotenzial. Bei der Spinnerei Feldkirch läuft sie als Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Dreieck aus Universität, NEST und Reallabor. Die Pionierphase ist dabei Reallabor und Lehrmaterial zugleich.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport im Rahmen des Förder-Calls Baukultur gefördert. Beteiligt sind die TU Wien (Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand) und stadtland.

„Die neue Leerstandsagentur nimmt diese Ängste: Sie kennt die Szene und die geeigneten Kandidatinnen.“Hans-Jörg Ulreich, Bauträger und Sprecher der österreichischen Bauträger (APA-OTS, 17.03.2015)
  • Gegründet2015, Wien
  • Aktivierungs- und Transformationsprojekteüber 50
  • Größte Studieüber 500 ha
  • Größtes Areal in Betreuung70.610 m²

Auftraggeber und Partner

  • F.M. Hämmerle Holding AG
  • TU Wien
  • stadtland
  • Stadt Bregenz
  • Stadt Kempten
  • Stadt München

NEST in der Presse

  1. 09.12.2025MeinBezirk FeldkirchHämmerle Areal Gisingen: Planungsverfahren läuft auf Hochtouren, Zwischennutzung ab sofort
  2. 2025 bis 2026TU WienSpinnerei Gisingen: Integrale Projektentwicklung für nachhaltige Baukultur
  3. 11.06.2022ArchitekturtageZu Besuch bei NEST Agentur für Leerstandsmanagement
  4. 30.10.2021NEUEDer Architekt, der keine Häuser baut
  5. 14.07.2018Die PresseBeleben statt brachliegen lassen
  6. 18.07.2015Die PresseNeues Leben für leere Räume, und sei es bloß vorübergehend
  7. 17.03.2015APA-OTSAgentur für Leerstandsmanagement in Wien gegründet

Häufige Fragen zu Leerstands­management und Zwischen­nutzung

Was ist Leerstandsmanagement?

Leerstandsmanagement bringt ungenutzte Gebäude, Flächen und Areale wieder in Nutzung. Es beginnt mit einer Analyse des Bestands, öffnet den Ort für erste Nutzungen und endet mit einem Modell, das sich langfristig trägt. NEST arbeitet dafür mit einer Bestandsanalyse, Pioniernutzungen, einem Nutzungskonzept mit Wirtschaftlichkeitsrechnung und einem digitalen Zwilling.

Was ist eine Pioniernutzung?

Eine Pioniernutzung ist die erste Wiederöffnung eines Ortes, mit geringer Investition und echten Nutzer:innen. Sie zeigt, was am Ort funktioniert, bevor Geld in einen Umbau fließt. Die Spinnerei Feldkirch und die CREAU in Wien sind Beispiele.

Was passiert in der Phase Null?

In der Phase Null werden Bedarf, Standort, Gebäudezustand und Nutzungspotenzial untersucht, bevor eine Planung beginnt. Das reduziert das Risiko späterer Fehlentscheidungen. Bei der Spinnerei Feldkirch läuft die Phase Null als Forschungsprojekt mit der TU Wien.

Arbeitet NEST auch außerhalb von Wien?

Ja. Projekte gab es unter anderem in Feldkirch, Bregenz, Andelsbuch, Schönsee, Trofaiach, München, Kempten und Straubing.

Wie unterscheidet sich NEST von Kreative Räume Wien?

Kreative Räume Wien ist die Service- und Beratungsstelle für Leerstandsaktivierung und Zwischennutzung im Auftrag der Stadt Wien. NEST ist eine private Agentur. Wir werden von Eigentümer:innen, Gemeinden und Entwickler:innen beauftragt und setzen Projekte um, auch außerhalb von Wien und für Industrie- und Denkmalareale.

Wann ist Ihre Aufgabe erfüllt?

Wenn drei Fundamente stehen: ein soziales (eine aktive Gemeinschaft, die den Ort trägt), ein architektonisches (eine flexible, robuste Struktur) und ein wirtschaftliches (ein Modell, das den Ort langfristig erhält).

Weitere Fragen zu Kosten, Dauer, Rückgabe und Genehmigung beantworten wir gern im Gespräch.

Über NEST

NEST wurde 2015 in Wien gegründet, als erste Agentur für Leerstandsmanagement in Österreich. Wir sind Architektinnen und Architekten, die sich mit dem beschäftigen, was schon da ist. Unser Ziel ist, durch Netzwerke das Stadtbild positiv zu verändern, denn nur eine lebendige Stadt ist ein lebenswerter Ort.

Geschäftsführer ist DI Lukas Böckle, Gesellschafterin DI Mag. Angelika Schmied.

Wir öffnen Orte wieder für alle, die sie brauchen. Wir verringern Risiko durch schrittweise Entwicklung, mit kontrollierten Experimenten statt Visionen aus dem Elfenbeinturm. Wir legen Grundlagen für langfristige Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohl.

Leerstands­management anfragen

Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt oder Ihr Gebiet. Je genauer, desto besser können wir einschätzen, ob und wie wir helfen können.

office@nest.agencyNEST Agentur für Leerstandsmanagement GmbHNeulerchenfelder Straße 70/1/12, 1160 Wien

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